Montag, 30.März 2026

Von Montevideo nach Frankfurt

All the bags are packed, I´m ready to go. Das Taxi wartet. Ein schönes Zimmer am Schluß einer langen Reise. Aber das Hotel steht halt nicht in bester Lage. Dafür eine kleine Küche und abends Platz zum Schreiben. 40 Minuten soll die Fahrt zum Airport dauern und 40 Dollar kosten. Es fährt auch ein Bus für zwei Dollar, aber ich müsste umsteigen, irgendwo an einer Straßenecke. Und der Bus zum Airport geht nur alle Stunde. Wenn ich den verpasse oder die Haltestelle nicht finde, kann ich einen neuen Rückflug buchen. Also Taxi. Die Fahrt geht immer an der Küste entlang. Zwanzig Kilometer vielleicht. Am Weg reihen sich Fewos an Hotels. Am Flughafen investiere ich meine letzten Pesos in ein Frühstück und einen Smoothie. Breakfast ok, der Fruchtdrink nicht.

Das Gepäck wird bis Frankfurt eingecheckt. Hoffentlich weiß das auch das Gepäckband in Sao Paulo. Ich habe keinen Bedarf auf Überraschungen wie beim Hinflug in Atlanta. Ca. 80 Pesos habe ich übrig. Reicht weder für ein Wasser noch für einen Magneten.

Ich habe auf der ersten Etappe einen Fensterplatz. Lufthansa kooperiert zwischen Montevideo und Sao Paulo mit GOL, eine Art brasilianische Ryanair. Schon interessant wie der Flieger nach der Ankunft in 20 Minuten gereinigt und wieder fit gemacht wird. Immerhin: es gibt kostenlos eine Cola, einen Kaffee und ca 5 Gramm Chips.

Wir überfliegen Sao Paulo 20 Minuten lang. 11 Millionen Menschen sollen hier in der Stadt und weitere 20 Millionen im Großraum leben. Wahnsinn. Es gibt wohl mehrere Quartiere mit einer Skyline, breite Autobahnen, aber man erkennt auch die zahlreichen Favelas die sich an die Hügel schmiegen.

Klar. Ich bin in Argentinien stundenlang durch die Pampa gefahren, kaum Menschen, kaum Abwechslung, kaum Arbeit. Die Lichter der Großstadt verheißen den Menschen aus der Steppe Abwechslung, lassen ihre Träume blühen. Ein Grund weshalb es seit ewigen Zeiten die Menschen in die Städte zieht.

Der Aufenthalt in Sao Paulo kurz. Eine Stange Zigaretten um jemand zu beglücken, die sind hier super billig und am Büdchen ein Hot Dog, grenzwertig.

Zum Glück entdecke ich im Kühlschrank der Würstelbude Patagonia Bier. Das war für mich hier unten unter all den Halben und Hellen der beste Gerstensaft. Schmeckt wie in Bayern. Sehr würzig und süffig. Der Rest war mehr oder weniger gepanscht.

Beim Boarding höre ich nach sechs Wochen wieder Deutsche Stimmen. Sitz „K“ war mir zugewiesen. Also ganz rechts, Fensterplatz. Dieser Platz bietet die Chance bei der Landung unser Haus, Mühlheim, das Kickers Stadion, Offenbach zu fotographieren. Umso größer der Frust. Mein Platz ist zwar ganz rechts, aber ohne Fenster. Die Stewadess versucht mich zu trösten, es sei doch eh dunkel. Stimmt aber nicht ganz. In OF sollen wir bei Sonnenschein landen. Bislang habe ich meistens irgendwo in der Mitte gesessen oder der Flieger landete aus Richtung Mainz. Ihre Behauptung „Offenbach muss man ja nicht ablichten“ kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Liebe Lufthansa, wenn ihr Stress wollt……

Der Flug ist ziemlich ruhig. Trotzdem schlafe ich nur die erste halbe Stunde. Immerhin so zehn CDs von meinem MP3 Player wieder mal gehört. Ja und bei der Landung. Ich kann durch so einen Mini-Schlitz an meinem Vordermann vorbei durch sein Fenster lugen. Direkt am Fenster hätte ich bei klarem Sonnenwetter wuderbare Bilder von unserem Haus, dem Kickers Stadion. der Traglufthalle Rosenhöhe machen können. Schade.

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