Lima
Morgens nochmal am Buffett beim Obst und beim Saft zugeschlagen. und beim Kuchen. Dann mache ich mich auf zu meinem Bus der praktischerweise gleich nebenan startet. Welch ein Unterschied zu Panama. Neu, blitzblank sauber und eine Tonanlage die keine Wünsche offen lässt. Heute werde ich erstmal in einem Rutsch die Runde drehen. Zur Orientierung. Drei Stunden und 15 Minuten soll sie dauern. Und dann werde ich gegen halb sieben das Angebot für eine Abend- / Nachtfahrt annehmen. Bin mal gespannt. Von der ersten Runde werde ich heute nicht berichten. Folgt in den nächsten beiden Tagen, wenn ich an einzelnen Stationen aussteige.

Guter Tipp vom Hop-On-Kiosk in Panama. Boarding Pass fotografieren, falls der Papierschnipsel verloren geht.

Abends. Es ist noch etwas Zeit. Ich gehe vom Hotel zur Felskante um den Strand zu besichtigen. Ich hatte die Szenerie schon vom Fenster aus beobachtet und mich gewundert wo die Leute bleiben, die so plötzlich verschwinden. Die Lösung….

…irgendwelche Investoren haben die Kante tiefer gelegt und in der Kuhle ein Vergnügungszentrum angelegt. Da geht die Post ab. Vor allem spät nachts.
Auf Nachtfahrt geht es erst mal quer durch die Stadt so circa eine Stunde bis zu einem Park um den herum die Hölle los ist. Der Bus hält irgendwie mitten auf der Straße, ist aber eh egal. Mega-Stau. Irgendwie verstehe ich nur „Viertel nach acht“ und denke, dies sei der Zeitpunkt an dem uns der Bus abholt. Die Gruppe ich vielleicht zehn Leute groß. Natürlich verlieren wir uns in dem Gedränge. Auf der einen Seite Gitter auf der anderen Duzende von Ständen mit Popcorn, Cola, Bier, Schokolade, Kinderspielzeug, irgendwelche giftfarbigen Getränke, Wurst, Softeis und was weiß ich. Aufgereiht wie eine Perlenkette. Ich bin froh, dass ich nur Pesos im Wert von 30 Euro einstecken habe und der Geldbeutel sicher im Safe ruht. Der Eintritt kostet ungefähr einen Euro. Der riesige Park wird von über 10.000 Menschen bevölkert. Überall leuchtet es und riesige Fontänen tanzen von Lichtkegeln illuminiert.
Es ist so eine Art Vergnügungspark mit Licht für alle. Wie früher „Wetten dass“ für Oma, Opa, Papa, Mama, die Kinder und die Enkel. Für jeden ist was dabei.




Und dann gibt es noch die sprühenden Bögen. Wer hindurch läuft, hat einen Wunsch frei. Mich würde mal interessieren ob die hier mal evaluiert haben, wie hoch die Scheidungsquote bei den Paaren ist, die sich unter den Bögen die Ehe versprochen haben.

Na schön denke ich. So ein wenig wie vor dem Hotel in Las Vegas. Es ist bald acht Uhr und ich beginne zu überlegen wie ich meinen Bus wieder finde. Zum Glück läuft mir die Gruppe nebst Guide über den Weg. Der ist ganz erleichtert mich wieder entdeckt zu haben. Das Beste komme jetzt noch, bedeutet er uns. Vorher gehen wir noch zusammen Essstände anschauen. Ich kann ja in Asien an keinem Streetfood-Stand vorbei, aber hier bin ich nach den Problemen der letzten Tage vorsichtig.

Es sieht schon lecker aus. Unser Guide empfiehlt einen Obstsaft. Dunkelrot und köstlich.

Ich freunde mich mit den beiden amerikanischen Pärchen an. Aus Seattle kommen sie. Sind gerade nach drei Tagen Buenos Aires für drei Tage in Lima bevor es wieder heimgeht. Naja wenn man nur zwei Wochen Urlaub hat. Anyway, Ich punkte erst mal bei den Mädels dreifach. Jimi Hendrix kommt aus Seattle. Die kleinen Clubs in denen er seine Karriere begann, habe ich gesehen. Ok, nur von außen. Ja und auf der Bank, auf der Kurt Cobain hinter seinem Haus nachmittags eine zu rauchen pflegte, habe ich auch schon gesessen. (Mensch war mir das peinlich). Und überhaupt Seattle sei die schönste Stadt in den USA, was stimmt. Mindestens die Urbanste.
Ja und dann beginnt gegen 20.15 Uhr eine Show wie ich sie so noch nicht gesehen habe. Ein Kombination aus Farbe, Wasserspielen und Film. Unser Guide kannte natürlich die besten Plätze. Während die Fontänen kreisen, wird ein Film auf die Gischt projiziert. Mit Vorspann und Abspann: die Geschichte Perus. Von den Inkas über die Conquistadoren, über Kriege und Frieden bis hin zu dem modernen Mexiko. Und das ganze unterlegt mit Musik.

Ich kann mich kaum satt sehen.(Zuhause aus werde ich mal versuchen via Youtube ein Viedeo einzustellen.
Wir alle sind begeistert. Selbst die US-Girls geben zu: Besser als Las Vegas. Dank Guide finden wir unseren Bus schnell. Er gibt uns noch ein paar Restaurant Tipps für unser Quartier und setzt uns vor der nach seiner Meinung besten Sandwich Bude ab. Meine innere Stimme mahnt, aber man kann sie ja auch mal überhören.

Was hier zubereitet wird, ist nicht 08 / 15. Ich habe so eine Art Frikadelle im Brötchen mit sehr vielen Zutaten die dem Happen eine besondere Note gebn.

Wir quatschen noch ein wenig. Sparen die Politik aus. Toller Abend.