Heute Terrakotta-Armee. Der Hauptgrund für meinen Abstecher nach China auf dem Weg nach Japan. Meine Food-Führerin, die auch Führungen zur Terrakotta-Armee macht, hat mir den Nachmittag für den Besuch empfohlen. Morgens kommen die Busse. Morgens ein wenig lesen. Ohne Frühstück trotte ich zur Metro. Einmal Umsteigen, dann in den Bus. Rund 90 Minuten soll die Fahrt dauern. Im Zweiten Zug komme ich mit Luc ins Gespräch. Schweizer aus Bern. Klar kenne ich. Paul Klee Museum. Luc hat über Walktours einen Guide gebucht. Der Rest seiner Gruppe ist ausgefallen. Irgendwas mit dem Magen. Ich steige ein: Wie immer, alles wird gut. Rick ist unser Guide. Er per teilt uns per WhatsApp mit, er könne schon 15 Minuten früher mit dem Rundgang beginnen. Bleibt gerade noch Zeit vor dem Einlass für einen Kaffee und ein Papp-Sandwich. Wenigstens ein bisschen im Magen.
Rick ist ein Glücksfall. Wir sind uns alle sofort sympathisch. Er ist gut vorbereitet. Keiner der nur Daten runterleiert sondern jemand der Background hat und glänzend Geschichten rund um die Ausgrabungsstätte erzählen kann. Und er kann -das wird uns Europäer später nachhaltig beeindrucken-Kartentricks der Extraklasse.
Bis zu der riesigen Halle mit den Kriegern aus Ton sind es rund 700 Meter. Eine der Figuren wurde hier von einem Bauern entdeckt. Es war wohl nicht die Erste. Andere Köpfe und Beine landeten vorher in den Kinderzimmern oder wurden zum flicken von Zäunen genutzt.