Panama
Morgens High Noon im Frühstücksraum. Irgend einer größere Gruppe. Das Buffett steht auf mehreren Tischen verteilt, das System etwas unorthodox. Die Aushilfen haben auch wenig Erfahrung. Zweimal will ich mir was nachholen. Beide Male ist mein Tisch mit all den schönen Sachen auf dem Teller abgeräumt.
Ich bin früh dran, denn ich will klären, ob mein Flug nach San Jose gebucht ist oder nicht. 800 Meter. Es ist schon ordentlich schwül. Dumm: Das Büro ist zu. Rosenmontag frei interpretiere ich den Zettel an der Scheibe und Dienstag als Zugabe zum Ausruhen auch nochmal niemand da. Auf Kommunikation mit irgendeiner KI am Laptop habe ich keine Lust. Also Warten. Risiko. Weiter geht´s zum Hop On Hop off Kiosk. Ich mache gerne zu Anfang eine Stadtrundfahrt um eine Gesamtschau zu haben. Hier ist es ideal. Es gibt ein 24 Stunden Ticket. Zurück ins Hotel. Noch ein wenig pennen.
Um 2 pm mittags startet die letzte Fahrt. Drei Stunden Dauer. An beiden Tagen werden aber die Altstadt und der Fischmarkt ausgespart. So schrecklich viele Attraktionen hat die Stadt aber nicht. Alöso hier ne Volksschule, da übt der Kirchenchor und natürlich Bank neben Bank. So viele Geldinstitute auf einem Haufen habe ich noch nie gesehen. Ein Gebäude prächtiger als das andere. Kein Protz aber die Finanz-Mogule dokumentieren selbstbewusst ihre Bedeutung. Morgens begegnete mir schon ein Porsche mit Frankfurter Nummernschild, der in die Tiefgarage eines der opulentesten Gebäude fuhr, ehrfürchtig begrüßt von einem livrierten Lakeien.
Panama: das ist der Kanal. Das Land war lange zweigeteilt. In der Kanalzone, einem Streifen links und rechts der Wasserstraße verwalteten und beherrschte die USA und im Rest lebten die Einheimischen, die als Hilfskräfte für Seefahrt schufteten.