Dienstag 16.Okt. 2018

Von Dubai nach Delhi

Drei Stunden Aufenthalt in Dubai. Keine Lust auf Frühstück (20 Euro an der Bude) oder Bier (15 Euro). Zum Gate und überlegt, ob ich umdrehen soll. Habe dann doch den Platz in der 777 eingenommen. Kaum Sitzabstand. Die Maschine transportiert in erster Linie keine lange und übergewichtige Europäer sondern Asiaten, die am Golf arbeiten. Unvorstellbare Mengen an Handgepäck finden trotz Kontrolle  ihren Weg in den Flieger. Irgendein Depp, der vier Koffer im Fach über dem Sitz verstauen will, setzt sich auf meinen Minirucksack, um ihn zusammenzupressen. So schnell kann ich das Toben „My Display“ gar nicht anfangen. Laptop ok. Tolino auch, leider habe ich Blödel nicht auf die Kamera geschaut: Beim ersten Foto in Delhi funktioniert nichts. Display gesprungen. Laut Internet 119 Euro in Aschaffenburg.

Flug ok. Komisches Gefühl über den Iran und Pakistan zu fliegen. In Delhi zieht sich die Passkontrolle. Mit uns ist eine Maschine aus Afghanistan gekommen. Das dauert bei jedem etwa 15 Minuten und etwa 70 Leute sind vor mir. Hatte extra in Deutschland ein Visum beantragt, damit es schneller geht. Meine Schlange wird von drei Beamten bearbeitet, gegenüber bei Visa on Arrival sitzen zwanzig Beamte ohne Kunden. Mit einer Gruppe Chinesen versuchen wir es am anderen Ende der Halle. Da sitzt noch einer hinter dem Schild Foreigner. Aber kaum sind wir da, schließt er den Schalter. Also zurück. in den Pulk.  Die Chinesen ignorieren stoisch die Aufforderung wieder ans Ende zu gehen. Zum Glück bin ich mitten in der China-Meute.

Irgendwann kommt ein netter Mensch und lots uns zum Counter für Einheimische. Stempel, durchwinken. Keine Fingerabdrücke, keine Einreisekarte, keine Deklaration von Wertgegenständen. Da sind wir mal gespannt auf die Ausreise.

Metro in die Stadt. Alle Vorplanungen auf Google Street view waren für die Katz. Tausende Autos, Rikschas, Mopeds, Tuk Tuk und was sonst noch versuchen sich an der einzigen Ausfahrt und da ist Feierabendverkehr. Die Fahrt zu dem etwa 600 Meter entfernten Hotel hätte Stunden gedauert. Also mit zwei Rucksäcken bei 32 Grad  100 Stufen hoch zweihundert Meter auf dem Überweg über den Zentralbahnhof auf der anderen Seite runter in ein Ohrenbetäubendes Chaos. Irgendwie schaffe ich es bis zum Hotel. Die Gegend ist ziemlich runtergekommen. Aber meine Herberge 1A. Begrüßt werde ich mit Obstsaft, Früchten und viel Wasser. Das Zimmer sauber, mit Safe. Duschen. Schlafen.

Spätabends dann durch den benachbarten Basar, Chaos pur auf 1500 Meter, aber das Essen auf einer Dachterrasse vier Stockwerke über dem Verkehr sehr schmackhaft. Nur Bier ist hier teuer. Hauptgericht 2 Euro, Bier 2,5 Euro. Danach mit Ute noch ein wenig geskypt und acht Stunden durchgeschlafen.