Amritsa: Dienstag 17. Januar

Bekannt ist die Millionenstadt im Norden Indiens durch ihren Goldenen Tempel. Täglich wird er von 30.000+ Pilgern besucht. An hohen Feiertagen sind es bis 300.000 Menschen, die den heiligen Ort besuchen. Auf meinem Programm steht ausschlafen nach der durchwachten Nacht im Flieger. Begünstigt durch die Zeitumstellung und die geschlossenen Gardinen penne ich bis 10.15 Uhr. Mist. Breakfasttime ist nur bis 10.30 Uhr hatte mir gestern die Frau an der Rezeption erklärt. Ohne Wäsche schnell in die Hose, wenigstens ein Käsebrot organisieren. Der Eile zu viel. Im Frühstücksraum ging es offenbar gerade erst richtig los. Ziemlich indisch, kaum europäisch und richtig gut. Mint-Sandwich, Spicy Scrambled Eggs, jede Menge Gemüse, Obst, exotische frische Säfte, Süßes and so on. RRichtig lecker.

Nach einer Stunde schlemmen: fertig machen für die Stadt. Zum Glück führt der Weg am Bahnhof vorbei. Ich kann meinem Hobby frönen: Züge fotografieren.

Nach einem ausführlichen Streifzug über die Bahnsteige vor dem historischen Gebäude entschließe ich mich ein Tuc Tuc in die Stadt zu nehmen. Nicht wegen der Entfernung, ich möchte mich schlicht im Gewirr der Gassen nicht verlaufen. Es ist Rushhour. Indien pflegt einen etwas gewöhnungsbedürftigen Fahrstil: Linksverkehr oder doch vielleicht rechts, interessiert nicht. Ampeln sind blöd und jeder Zentimeter, den man sich erfolgreich vordrängt, ist ein kleiner Sieg. Ach so: und das Auto parkt dort am Besten, wo es gerade steht. Die Folge ein Chaos. In den engen Gassen blockieren sich SUVs, Tuc Tucs, Motorroller, Eselskarren, Rikschas und Obstverkäufer mit ihren mobilen Ständen gegenseitig. Oft scheint das Knäuel unentwirrbar. „Freie Fahrt für freie Bürger“, auch wenn es länger dauert.

Bis dann ein wenig durch die City gebummelt. Vorbei an vielen kleinen Läden, Kiosken, Friseuren, die auf der Straße arbeiten. Bilder, an denen man sich nicht satt sehen kann. Später eine Waffel geschlemmt, naja. Der Tempel ist erst morgen dran, geführt.

Mit dem Tuc Tuc zurück ins Hotel. Der Fahrer, der vorgab, genau zu wissen, wo er mich hinbringen soll, fuhr erst mal eine halbe Stunde in die falsche Richtung. Kostenlose Stadtrundfahrt halt.

Abends mal aufs Essen verzichtet, nebenan gab es eine Spritbude. Habe mir dort zwei Bier besorgt.