Bahia Blanca
Der Zug von Mar del Plata nach Buenos Aires ist noch nicht gebucht. Das muss ich erst bevor ich Bus und weitere Hotels reserviere. Irgendwie habe ich das einen Tag zu lange vor mir her geschoben. Mit erschrecken stelle ich fest, dass es für Samstag nur noch acht freie Plätze in der Zweiten Klasse gibt, die erste scheint ausgebucht. Und billig ist die Fahrt auch nicht. Abends im Bett habe ich schon mein Glück probiert, scheitere aber regelmäßig an der Eingabe meiner Telefonnummer: und die ist Pflichtfeld. Nach zehn Versuchen morgens marschiere ich zur Rezeption. Die gesamte Mannschaft versucht vergeblich ihr Glück. Sie geben ihre eigene Handy-Nummer ein: Zwecklos. Irgendwann findet einer den dreh wie Vorwahl, Länderkennung, die Null zwei Kreuze in die richtige Reihenfolge gebracht werden müssen. Das löst aber das Problem nicht, denn wenn alle Angaben eingepflegt sind, fragt die Maschine hinterhältig nach dem Account. Den gibt es aber nur mit einem argentinischen Pass, den die Nummer meines Reisepasses passt nicht in die Felder der argentinischen Staatsbahn. Geduldig leuchtet das Feld in der Maske nach jedem Versuch rot.
In Zeiten des Internets sind Reisebüros rar. Google Maps nennt mir einige, aber diese sind meist nur auf besondere Angebote fixiert. Eines nebenan existiert nicht mehr. Irgendwo zwei Kilometer weiter existiert eine letzte Hoffnung. Und ich habe Glück. Die Besitzer sind junge Leute, ein Paar. Auch sie quälen zunächst mein Handy eine halbe Stunde, dann ihres. Nix geht. Erfahrungen mit Zügen haben sie noch nicht aber einen Agenten der ihnen hilft einen Account anzulegen. Nicht so einfach, aber auch das klappt irgendwann und tatsächlich: es gibt sogar noch ein Ticket. Ich bekomme es als Print und aufs Handy. Jetzt kann nix mehr schief gehen.

Das Reisebüro liegt in einem Viertel wo eher Besserverdienende wohnen. Schöne Restaurants mit herrlichen Terrassen. Ich beschließe mich mit einem Steak zu belohnen. Und: es ist eine Belohnung.

Später: ein wenig durch die Straßen und Gassen schlendern. Das hier ist der Eingang zu einem öffentlichen Gebäude.

Die Kirche war leider zu…

… dafür lud der Park zum Erholen ein.