Donnerstag, 5. März 2026

Santiago de Chile

Erster Halt auf meiner Rundreise ist der Park Cerro San Cristobal, der Stadtpark der als Grüne Lunge von Santiago gilt. Von hier startet eine zwei Kilometer lange Seilbahn zum Gipfel. Dort ganz oben kann die Statue des Heiligen (?) auf dem Gipfel besichtig werden. Zum Glück sitze ich mit meiner extremen Höhenangst alleine in der Kabine. Niemand schaukelt, niemand lacht. Ab und zu mache ich die Augen auf, die gesamte Anlage ist sehenswert. Aber so circa 80 Meter über der Erde ist es schon hart für mich.

Der Park taugt für die Familie. Tiergehege, Spielplätze, ein Schwimmbad (an dem extra die Seilbahn hält), botanische Lehrpfade, Radwege und Joggingstrecken (bergauf), Wanderpfade, ein japanischer Garten, Liegewiesen, Ruheecken, Aussichtspunkte sowie viel Kunst und Architektur. Mein Hop-On-Ticket beinhaltet die Seilbahn hinauf und eine Stadtbahn hinunter. Oben hat man die beste Aussicht auf die Stadt. Sogar der Papst Franciscus war hier. Für ihn dürfte es ein kurzer Moment der Ablenkung gewesen sein, denn die Pilgerfahrt galt wegen der Missbrauchsfälle in der chilenischen Kirche als extrem schwierig. Die obere Plattform der Seilbahn ist eine Art katholisches Kernland.

Denn neben der Statue wird ein Bild der Jungfrau der Unbefleckten Empfängnis aufbewahrt. Entsprechend groß ist das Angebot an Devotionalien. Eher gespart wird an den leiblichen irdischen Genüssen. Die Restauration oben gleicht einer Kantine. Ich habe Glück und erwische einen kleinen Tisch am Rand von wo aus ich bei einer Cola in aller Ruhe die Stadt betrachten kann.

Von der anderen Seite des Hügels ist noch ein Blick auf den Backyard von Santiago möglich. Dort wo die Millionen Menschen leben.

Bergab geht es mit der Standseilbahn. Die Fahrt gibt mir ein wesentlich entspannteres Gefühl als die Reise mit der Gondel.

Die Standseilbahn endet im Stadtteil Barrio Bella Vista. Zunächst um die Station wie auf vielen Straßen in den „besseren Vierteln“ von Santiago: Alles „blitzblank sauber“ auch die Toiletten. In diesem Punkt ist Chile Vorbild. Barrio Vista hat einen Ruf als Ausgehviertel, hier soll das Nachtleben pulsieren, hier sein der Ort an dem sich Künstler treffen. Streetart werde hier gepflegt. Ich bin bei solch Attributen eher zurückhaltend. Solche Geheimtipps in Verbindung mit Tourismus haben selten Substanz. Die zahlreichen Schnellimbisse links und rechts der Hauptstraße machen wenig Appetit.

Meine Fahrt geht weiter: Vorbei am Kunstmuseum und an dem Hauptplatz, dem Plaza de Armas dem Schnittpunkt von Verwaltung, Kirche und Kultur

Vorbei am Präsidentenpalast…

….mit dem Kulturzentrum auf der Rückseite.

Abends hole ich mir nur eine Kleinigkeiten in den Läden nebenan. Ein Bier noch auf der Terrasse einer Bar nebenan dann Bett.

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