Von Lima nach Tacna
Reisetag. Noch fühle ich mich schwach. Aber es muss gehen. Die Route war keine einfache Entscheidung. Die Tarife für die Direktflüge von Lima nach Santiago sind in dieser Woche jenseits von Gut und Böse, auf dem Niveau von Frankfurt – Sydney. Aber es gibt eine Option: Inlandsflug von Lima an die Grenze zu Chile nach Tacna, mit dem Bus 60 Kilometer auf die andere Seite und von dort einen Inlandsflug nach Santiago. Überschaubar von den Kosten.
Ich fliege mit Latam. Das ist sowas wie Lufthansa. Und ich bin Lufthansa-Typ. Mir ist das biedere lieber als das ganze Gedöns um die Nahost-Airlines mit ihren Stewardessen die wie Püppchen wirken. OK die Stop over in Katar in den 5-Strene-Burgen für lau sind nicht zu verachten. Beim Buchen hatte ich festgestellt, dass Premium-Economy nur einen Euro teurer ist, wenn ich die Gepäckkosten einrechne. Also buche ich das Upgrade, auch weil die Airline damit wirbt, dass man vor dem Flug in der Lounge sein Bier für umsonst trinken kann.
Der Flughafenbus soll nebenan losfahren. Ich warte, kein Bus. Irgendwann denke ich, vielleicht sollte ich nochmal wegen des Magens auf die Toilette, frage nett im Marriott und darf. Dumm nur: in der Zeit kommt der Bus. Also Taxi. Das ist für die 10 Kilometer auch nur vier Dollar teurer. Im Airport läuft alles zügig, nur es gibt keine Lounge. Die sei nur international erklärt mir der Mensch an der Infound wir seien im Domestic. Auch gut. Ein Tee und ein Sandwich bei einer Kette für Kinderpappe hier tut es auch.

Aber wenigstens Beinfreiheit. Der Flug ist ok.

Mal wieder von der Maschine ins Gebäude zu Fuß über das Rollfeld. Auch lange her.

Ist auch nicht viel Betrieb hier. Es gibt ein einzige Gepäckband und mein Rucksack ist der erste

Der Trick mit den beiden Flügen scheint populär. Draußen stehen zwei duzend Sammeltaxis, die Richtung Chile fahren. Ich habe hier in Tacna gebucht. Ein ziemlich einfaches Hotel aber sauber und mit einer richtig netten Rezeption.

Ein richtiges peruanisches Landstädtchen. Ich mag solche Ort. Normales Leben. Man lernt den Alltag der Menschen kennen und der interessiert mich. 400 Meter sind es bis zur Stadtmitte. Es gibt eine erstaunliche Vielfalt an Geschäften und Restaurants. Ich vermute mal: Chile ist nahe und Peru zieht Kunden aus dem Nachbarland.

Einen richtigen Brunnen haben sie hier auch. Unter den Bäumen in der Nachbarschaft sitzen die Leute und schwätzen. Es ist angenehm warm.
Die örtlichen Cheerleaders üben für das nächste Kreisliga-Duell ihrer Kicker.

Mich zieht es in ein Restaurant. Das Essen sieht ja nicht gerade Magenschonend aus, es ist es aber. Das Fleisch ist hauchdünn und dazu die Nudeln.