Lima
Ich hatte zum Glück im Hotel verlängert und den Flug erst für Freitag gebucht. Mittags erkunde ich ein wenig die Umgebung. Ein wenig Seeluft atmen.



Anschließend schreibe ich an einem Beitrag für Bloghaus über die Radwege in Peru. 2024 ein Aufreger-Thema in Deutschland und ein Beispiel wie es Radikalrechts gelingt mit unsinnigen Behauptungen Debatten zu bestimmen. Stramm rechte Medien liefern die Begleitmusik, konservative Blätter wie Bild, Welt und Focus verlängern und irgendwann orientieren Parteien wie CDU, CSU und FDP ihre Politik an haltlosen Behauptungen. Ich glaube es gibt wenige so sinnvolle Projekte bei der Entwicklungshilfe wie diese Radwege in Peru, die Teil einer Neuorientierung der Verkehrspolitik in der Stadt sind. Fünf neue Metrolinien sind im Bau. An diesem Projekt verdienen Deutsche Unternehmen Milliarden. Die Radwege für gerade mal 20 Mio Euro verbinden auf ca 20 Kilometer ein vorhandenes 300 Kilometer langes Radwegenetzt in der Stadt.

Entgegen der Behauptungen werden die Spuren super genutzt. Es entstehen mit Verleih und Reparatur neue Arbeitsplätze. Mehr dazu unter :
Ja und dann: Mitten während des Schreibens passiert es. Plötzlich wackelt mein Hotel und ich im siebten Stock. In der ersten Sekunde denke ich, im Nachbarzimmer sei was umgefallen. Denkste: Erdbeben. Stärke 5, also ziemlich heftig, ungefähr sieben Sekunden lang. Die Höhenangst dominiert meine Gefühle. Ich habe Angst die Scheibe, die von Wand zu Wand geht bricht und ich werde aus dem Zimmer gezogen und fliege. Noch während des Bebens informiert mich eine App auf Deutsch. Hinterher denke ich: Wie geht das.

Ich ziehe Google zurate. So ein Erdbeben der Stärke 5 erleben die Menschen etwa 50 mal im Jahr. Also hier kein Grund zur Aufregung.