Montag, 3. Februar 2025 Kuwait – Abu Dabi

Jeder Trip endet. Meiner heute gegen 23 Uhr mit Etihad gen Frankfurt. „Mixed Emotions“ tönte einst Mick Jagger. Frühstück im ibis. Noch einmal laben an Hummus und Joghurt. Ansonsten ein ibis halt, solider Standard, ohne Ausreißer nach oben oder unten. Egal ob ibis Duisburg, Dublin oder Dschidda.

In Dschidda habe ich meine Tour quer über die Arabische Halbinsel begonnen. 14 spannende Tage. Manchmal anstrengend aber kein Stress. Kann man in diese autokratischen Länder ohne schlechtes Gewissen reisen. Darüber werde ich mir noch einige Gedanken machen und am Ende meine Einschätzung geben.

Heute kleiner Schnupperkurs Kuwait. Mehr ist nicht drin. Aus dem Hotelfenster macht die Stadt einen ungeordneten Eindruck. Der bestätigt sich auch vor der Tür. Ziemlich durcheinander gebaut.

Wo kann man eine Stadt am besten kennenlernen. Auf dem Markt, also hier im Souk oder Basar. Dort wo Menschen ihre Alltagsbesorgungen machen. Dort wo Kultur durch den Magen geht.

Zwei Kilometer zu Fuß entlang von Hauptverkehrsstraßen. Kein Vergnügen. Mit dem Rollstuhl oder Kinderwagen ist Fortbewegung aussichtslos. Ich stärke mich erst einmal mit einem Tee. Der Beste auf meiner Reise. Wie viele andere neben mir: Beobachten, das Treiben genießen.

In der Nachbarschaft gibt’s an einer langen Reihe von Ständen Fisch in allen Größen.

Die Gänge sind nach Sortimenten geordnet

Obst aus aller Welt

Bei einem Feigen-Händler kaufe ich eine Handvoll Datteln. Low Sugar wie mir der Traiteur versichert. Er zeigt mir noch seine Spezialität: Datteln in Honig und Sirup gebadet. Überredet. Nach dem ersten Happen schicke ich sofort per SMS eine Bitte an meinen Hausarzt: Nächste Woche Diabetis-Test.

Ich drehe noch eine Runde zum Meer. Den schönsten Blick habe sich dort einige militärischen Einrichtungen und das Außenministerium gesichert. Fotografieren verboten. Und bei den Jungs die dort am Zaun stehen, knipse ich eher nicht.

Zurück ins Hotel mit dem Stadtbus. Auch win Abenteuer: Packen, eine halbe Stunde dösen. Um 18 Uhr mache ich mich auf. Der Mensch an der Rezeption hat verpennt, ein Taxi zu bestellen. Aber ich habe genug Zeit. Im Feierabendverkehr zieht sich die Fahrt zum Airport auf eine Stunde. Check Inn und Passkontrolle ohne Problem. Man muss nicht alle Wege rund um die Beamten-Schalter verstehen. Ein Engländer und ich grinsen uns nach der Kontrolle an. „Be Calm and Carry on“. Eine Stange Zigaretten für das letzte Kuwait-Dinar, ein Hamburger und ein Wasser. 50 Minuten ruhiger Flug bis Abu Dabi statt der im Flugplan genannten einen Stunde und 40 Minuten.

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