Dienstag, 29. Oktober, Dallas – El Paso

Um 2.30 Uhr nachts sollen wir zurück am Bahnhof sein, ermahnte uns der Schaffner. Manche schaffen es gerade so. Denn irgendwann um Mitternacht stürmte der halbe Zug die Bar. Getrunken werden meist die harten Sachen. Ich bin mit meinem Corona de Ausnahme. Der Typ neben mir ist LKW Fahrer und säuft sich, wie er erzählt, die Scheidung weg. Eigentlich sind Trucker ja Stammklientel von Trump, aber er wird Harris wählen. Bei den anderen macht es kaum noch Sinn über Politik zu reden. Zu hoch ist der Pegelstand. Und außerdem: ihr Texanisch verstehe ich kaum. Also zuprosten. Wohin geht es? Kinder? Enkel? Einfach bei ziemlich lauter Musik Spaß haben.

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Gegen 1.30 pm mache ich mich auf zu einem Dennys zwei Blocks weiter: einen Hamburger essen.

Zurück am Bahnhof ist der Zug länger geworden. Die Kurswagen aus New Orleans wurden angehängt und eine weitere Lok und ein Observation Car. Ich schlafe aber erst mal selig bis morgens um acht.

Früh dann irgend ein Unterwegs-Halt in einer typischen Kleinstadt.

Eine Kreuzung, Tanke, Saloon und ein paar Geschäfte. Die meisten stehen leer. Dreimal die Woche hält hier der Zug. Heute gesellen sich zu den Fahrgästen vier ältere Damen und werben für die Lektüre der Bibel.

Es folgt ein stundenlanger Desert Trip

Pünktlich gegen 13 Uhr erreiche ich mein Ziel El Paso. Meine letzte Station in den USA. Ein imposanter Bahnhof für die drei Züge je Richtung und Woche.

Rund 300 Meter bis zur Straba, die fast bis zum Hotel fährt. Auch hier gilt der Null-Tarif.

Für ihn auch? Hat seine Haltestelle verpasst.

Das Hotel ist gut. Ein wenig geschlafen. Abends in einem mexikanischem Lokal Tacos gegessen. Sehr gut.

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