Freitag, 25. Oktober Von Milwaukee nach Dallas

Wenn man alleine auf einer Bank sitzt, kann man sich nachts quer legen und schlafen. Bei mir hat das gut funktioniert.

Morgens an irgendeiner kleinen Station aufgewacht. Für die Süchtigen Raucherpause. Für den Rest: Beine vertreten.

Der Zug ist jetzt angenehm leer. Noch drei Stunden bis Dallas.

Die Skyline3 kennen wir ja noch irgendwo her. Richtig: Das Intro zur Fernsehserie Dallas

Bye, bye Texas Eagle. Die Straba fährt direkt am nächsten Bahnsteig ab. Das erspart die Schlepperei. Umsteigen in der City in den Bus. Dummerweise steige ich dann eine Station zu früh aus. Also 200 Meter mehr laufen. Zwischen Haltestelle und Hotel liegt noch eine breite Unterführung. Die Homeless People hier sind zwar etwas laut aber nicht übergriffig. Trotzdem steht mein Entschluss: Kein Weg nach Einbruch der Dunkelheit.

Es ist angenehm warm. Eine gute Gelegenheit den Abend in einem Biergarten zu verbringen. Ich hatte etwas von einer Micro-Brauerei gelesen, die auch gutes Essen macht. Und das beste: Ein Bus fährt von meinem Hotel aus direkt dahin und wieder zurück.

Schönes Lokal. Live Musik. Gutes Bier und auch der Burger schmeckt. Aber: Das Lokal st auch Beispiel für die gesellschaftliche Spaltung. Im Bus war ich der einzige Weiße. Die meisten Fahrgäste kamen wohl von der Arbeit. Wahrscheinlich müssen sie für ihre Dollars und ihre Wohnung in einem strukturschwachen Viertel hart schuften.

Mein Lokal mit hohen massiven Zäunen abgesichert. Drinnen gehobene Mittelschicht. Vielleicht drei vier Farbige unter den 200 Gästen. Obere Mittelschicht unter sich. Man genießt seinen Cocktail. Schlendert von Gruppe zu Gruppe zum Small Talk. Und draußen sorgt ein Barde für richtig gute Musik. Ein wenig Blues, gemischt mit Country und Southern Rock.

Rückfahrt mit dem Bus ohne Problem. Gut angekommen.

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