Dienstag, 15. Oktober Durch die Wüste und die Sierra Nevada nach Sacramento

Durch die Wüste von Nevada. Ich habe leidlich gut geschlafen. Unterwegs Halt an einer kleinen Station, die wohl einst ein Eisenbahnknoten war. Viel Rost und Unkraut. Raucherpause. Das stolze Gebäude wartet vergeblich auf einen Käufer. Das Ticketing von Amtrak logiert mittlerweile in einem Güterschuppen.

Weiter geht es durch die Wüste: Vormittag, Nachmittag. Die Stunden verschwimmen. Noch eine Nacht im Zug.

Sonnenaufgang in Nevada

Zeit um zu schreiben bevor es nach einem Stopp in Reno in der Sierra Nevada wieder auf über 2.000 Meter hoch geht. Auch hier verkürzt ein Scheiteltunnel seit 1927 die Strecke. Viele 100 Meter über uns kann man noch den ursprünglichen Trassenverlauf verfolgen. Es ist kaum vorstellbar wie Dampfloks einst die steilen Rampen bewältigten.

Mittags, fast pünktlich nach 36 Stunden fahrt, Ankunft in Sacramento. Zum Glück gibt es hier eine Straßenbahn, die fast bis zum Hotel fährt. Das Haus gehört zu einer der typischen Mittelklasse-Ketten und ist erstaunlich gut im Schuss, komfortabel und für die Lage mitten im Zentrum auch noch sehr preiswert.

Einige Stunden geschlafen und gelesen, danach Abendessen. Heute mal italienisch.

Später nebenan noch auf ein Bier in einer der typischen Sportsbars. Die Braukunst hat in den USA erstaunliche Fortschritte gemacht. Vor 20 Jahren gab es fast ausschließlich Industriebiere. Heute verwandeln unzählige kleine Brauereien Hopfen in schmackhaften Alkohol.

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Hinterlasse einen Kommentar