Lazy Monday. Eine Etappenstadt auf dem Weg Richtung Mauretanien und Senegal. Biker und Jeep-Fahrer machen hier Rast. In meinem Hotel ist eine Gruppe Belgier. Mit vier Autos sind sie auf dem Weg in den Süden. Sie nehmen die Sahara-Route im Inneren von Mauretanien entlang der Eisenbahnlinie, auf der Erze aus der Wüste Richtung Nouadhibou transportiert werden. Wäre mein Traum. Aber dieser Abstecher ist mir zu riskant. Da die West-Sahara von Marokko annektiert ist, gibt es eh schon für hier Reisewarnungen und das Auswärtige Amt schreibt auf seinen Seiten, Annalena dürfe mich hier leider nicht mehr betreuen. Meine Trauer über ihre Weigerung hält sich in engen Grenzen. Die Route der Belgier gilt seit dem Trouble in Mali als hoch riskant, auch wg Entführungen. Die haben zwar einen Guide dabei aber dennoch ich frage lieber nicht, ob sie noch einen Platz frei haben.

Mein Hotel wirbt mit vier oder fünf Sternen. Naja. Aber ordentliche drei sind es schon. Sauber, schnelles Wlan und eine traumhafte Dachterrasse. Das Frühstück ist wieder nix für Diabetiker. Mit Käse, Brot, Butter, einem Teilchen und Obst komme ich gut zurecht. Die Aussicht über das Meer ist schon eine Reise wert. Für einen zweiten Kaffee bleibe ich für eine Stunde hier sitzen. Später schreibe ich ein wenig über die vergangenen Tage. Mittagsschlaf. Gegen vier mache ich mich auf den Weg, die Stadt zu erkunden. Im Prinzip ist sie auf einer Halbinsel um einen Flughafen gebaut. Viele spanische Zitate bestimmen das angenehme Stadtbild. Auffallend, dass nur ganz wenige junge Mädchen verschleiert sind. Die meisten sind ziemlich westlich gekleidet. Dakhla sei ein Zentrum für Kite-Surfen habe ich gelesen. Davon ist hier auf der Seite Richtung Festland nichts zu sehen.
Auch in den Geschäften deutet wenig darauf hin, dass hier Surfer Kunden sein könnten. Vielleicht ist das am Meer jenseits des Airports anders. Das Angebot hier in den Läden richtet sich eher an die Hausfrauen vor Ort.

Es gibt so eine Art Mall für Schmuck


Ich sehe zwei Europäer aus einem Barber Shop kommen. Sie scheinen sehr zufrieden Der Salon sieht auch innen gut aus: Rasieren. Haare schneiden. Eine ganze Stunde Arbeit für vier Euro. Ich runde ziemlich großzügig auf. War zwar nicht einfach mit der Verständigung: aber der Mann könnte bei uns sofort anfangen.
Abends in ein im Internet hochgelobtes Fischlokal, das angeblich sogar eine Lizenz für Alkohol hat. Das mit dem Sprit stimmt nicht und auch der Blick auf die Speisekarte und die Nachbartische sind eher ernüchternd. Ich bestelle eine Paella. Kann man nicht viel falsch machen.