Stadtbummel. Ziel ist die Markthalle. Frühstücken. Wie an vielen Orten auf dieser Welt: Markthallen erleben einen Niedergang. Die einst bürgerlichen Quartiere ringsum sind oft verschwunden. Vor der Markthalle hier ist jetzt Klein Afrika mit Western Union, Ramschhändlern und Gruppen von Männern, die morgens schon eifrig auf den Bürgersteigen Bier trinken.

Da eher Touristen die traditionsreichen Hallen besuchen, ist das Angebot an Fleisch, Käse, Gemüse arg reduziert. Viele Stände habe sich auf Austern und Muscheln eingestellt. Grand Buffet.

Irgendwo finde ich noch eine Bude mit Schinkenbrötchen und einem guten Kaffee. Danach stromere ich ein wenig durch die Randbezirke der City. Mich interessiert der Alltag der Menschen. Wie sie wohnen und leben. Es war mal eine Quartier für die „kleinen Leute“. Vor der Rückkehr ins Hotel schnell noch das Bahnticket für die Weiterreise gekauft und am Bahnhof einen Diabolo Menthe getrunken. Auch so ein Ritual in Frankreich seit über 50 Jahren. Abends mit der Straba einige Stationen Richtung Vorstadt. Dort soll es einen guten Italiener geben. Stimmt. Könnte zuhause mein Lieblingsrestaurant werden.

Danach noch ein Bier in einer Eckkneipe. Offenbar Treffpunkt von Eishockey Fans