Dienstag, 7. Februar 2023, Bangkok

Frühstück im Hotel. Ich will mir heute eine Hülle für mein uralt Smartphon kaufen, meine zerfleddert langsam und ein paar gefakte Kopfhörer, die die Nebengeräusche im Flieger absorbieren. Vion einem früheren Aufenthalt hier kannte ich so eine Art Fake-Markt und war mir vollkommen sicher, dass ich ihn finde. Denkste. Nach zwei Kilometer laufen bei 34 Grad mit hoher Luftfeuchtigkeit hatte ich mein T-Shirt durchgeschwitzt.

Immerhin hatte ich Glück und konnte nochmal einen Zug auf der alten Strecke fotografieren, die demnächst stillgelegt wird. Fürs Poesiealbum.

Mit der Metro in die Gegenrichtung. Hier finde ich einen Markt, allerdings nur für Lebensmittel. Authentisch, weil abseits der Touristenströme. Es ist wohl so eine Art Großmarkthalle. Riesig. Gassen für Fleisch, Fisch, Getreide, Reis, Gemüse und so weiter. Hier deckt sich auch die Gastronomie ein. Man darf nicht hinschauen, wenn man abends mit ruhigem Gewissen essen möchte. Der Umgang mit Tieren ist in China und Südostasien schon problematisch.

Nicht alle Fische sind schon tot. Man lässt sie in den Schalen verenden. Manche machen noch einen letzten Sprung.

Wir haben 34 Grad im Schatten

Hühner und sonstiges Getier werden an den Ständen zerlegt. Genutzt wird jedes Gramm. Irgendwas hat noch in jeder Suppe Platz.

Zurück halten ir Kriegsrat. Utes Sohn ist zurück vom Besuch des Künstlerkollektivs. Er fliegt am nächsten Tag zurück nach Deutschland. Wir wollten ursprünglich weiter in Thailands Norden ziehen. Aber auch dort sind für die nächsten Tage 34 bis 36 Grad prognostiziert. Wir beschließen am nächsten Tag rüber nach Vietnam zu fliegen. In Hoi An sind angenehme 26 Grad vorhergesagt.

Während Ute mit ihrem Sohn Jeans kaufen ist, versuche ich es nochmal auf einem anderen Markt. Vergeblich. Aber immerhin ist die Tour mit einer Bootsfahrt verbunden.

Abends dann große Abschiedsfeier von Fabian beim Italiener. Eigentlich eine Pizzeria, aber Preise wie bei uns beim Promi-Edelitaliener.

Fabian erzählt von seinem Besuch bei dem Künstlerkollektiv, das er von der Documenta in Kassel kennt. Bemerkenswert, die Kontakte, die die Maler in Kassel mit Gruppen aus Afrika, Syrien oder Asien geknüpft haben, existieren weiter. Man tauscht sich aus. Eigentlich war der Ansatz der letzten Documenta gut. Der Blick aus dem Süden auf eine globale Welt, das Teilen von Ideen, der Austausch. Leider hat man den Ansatz gründlich vermasselt weil man viel zu spät auf die Ansätze des Antisemitismus reagierte. Diese Documenta war vom künstlerischen Ansatz sicher eher Durchschnitt aber die Idee Verbindungen über die Kontinente zu knüpfen wegweisend.

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