Montag, 22. Okt. 2018

Amritsar

Die Millionenstadt liegt an der pakistanischen Grenze. Sikh-Land. Das  größte Heiligtum dieser Religionsgemeinschaft,  der Goldene Tempel, steht hier.

Frühstück geht besser. Bekomme ein undefinierbares Omelett und trockenen Toast mit Kaffee aufs Zimmer geliefert.

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Danach lasse ich mich  durch die Altstadt treiben, vorbei an all den kleinen Läden, den Werkstätten, in denen  mit primitiven Werkzeugen gearbeitet wird. Ich verlaufe mich ein wenig. Nicht schlimm, an jeder Ecke warten  neue Eindrücke, Überraschungen.

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Irgendwann stehe ich eher zufällig vor dem Goldenen Tempel. Eine prachtvolle Anlage. Schuhe und Strümpfe müssen vor dem Betreten ausgezogen werden. Ein Türwächter mit einem riesigen Schwert macht mich unmissverständlich auf diese Pflicht aufmerksam.

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(Kopfbedeckung muss sein, aber Kappe ist verboten.  Ute hast Du die angestachelt?)

Durch ein Wasserbecken und über eine Treppe betrete ich das riesige Areal, das von Gebäuden mit kunstvollen Verkleidungen gesäumt wird. In der Mitte öffnet sich eine riesige Wasserfläche, in der sich die die Pilger reinwaschen können. Ich bevorzuge es lieber um das Becken zu laufen. In der Mitte des riesigen Pools steht ein goldener Tempel, der über einen Steg zu erreichen ist. Überall  wachen Tempelwächter mit Lanzen über die Einhaltung der Ordnung.

 

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Sie sind  schon ein toller Anblick die Sikhs in Ihren farbigen Turbanen und ihre Frauen in den bunten Gewändern. Es mögen gerade einige tausend Menschen hier beten und meditieren. Im Garten nebenan ist eine riesige Mensa. Die Köche versorgen pro Stunde einige hundert Menschen mit einer Mhlzeit.

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Ich stelle mich bei der Geschirrausgabe an, aber dann verlässt mich der Mut, obwohl viele Reisende in Netzwerken berichten, die einfachen Gerichte seien gut bekömmlich. Anschließend sitze ich eine Stunde auf einer Bank vor dem Tempel und beobachte das Geschehen.

Und dann gönne ich mir Luxus pur: Belgische Waffeln mit Schoko, Pepsi und einen guter Cappuccino. Toll. Den Nachmittag bummele ich noch kreuz und quer durch die Randzonen der City, durch Handwerkergassen. vorbei an den Manufakturen und Geschäften der Möbelschreiner, Kesselschmiede, Gemüseproduzenten, Saftpresser, Gerüstbauer, Schmuckhändler, Devotionalienanbieter,  Konditoreien und Tuchfabrikanten.  Dazwischen wuseln Tuk Tuks, Rikschas, haushoch beladen, Bettler, Menschen die einen Handkarren schieben,  Pferdefuhrwerke und Nobel-Karossen um die Wette. Eine faszinierende Welt.

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Abends wieder in die Kneipe nebenan. Reis mit einem Käse / Tomatencurry.

 

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