Donnerstag 17. Okt. 2018

New Delhi

Total verpennt. Das Frühstücksbuffet ist fast abgeräumt. Ich kann mir gerade noch drei Muffins schnappen, einen Kaffee drücken und der Koch hängt  noch  einen Banana Pancake dran.

Am Abend vorher hatte ich schon nach guten Apotheken gegoogelt. Hatte meine Cholera-Impfung verpennt, jedenfalls den zweiten Teil. Das kommt davon, wenn man den Abreisetag vertrödelt. Den ersten Teil des Serums hatte ich brav geschluckt, aber zum guten Schutz gehört die Wiederholung. Meine Hausgenossin Petra hat mir ein Foto der Packung nach Indien gemailt. Aber keine Chance: Das sei ein Deutsches Präparat, sagt der Pharmazeut. nach vielen Telefonaten stand fest: es gibt hier nur die  indische Cholera-Prävention. Aber die sei genauso gut, so der Apotheker, und es würde nicht schaden, wenn ich auf die deutsche Vorbeugung „erster Teil“,  das  indische Serum nehme. OK. Es wird bestellt und wie bei uns bis zum Abend geliefert.

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Ich mache mich mit der Metro und einem Tuk Tuk auf in Richtung Eisenbahnmuseum. Eine gute Entscheidung. Die Ausstellung liegt ein wenig außerhalb. Die Fahrt führt über Kilometern auf blitzblanken Boulevards, die von prächtigen Bäumen gesäumt werden, vorbei an tollen Villen in einen Park. Selbst ein Hupen ist hier draußen kaum zu vernehmen.

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Die Schau  hat tolle Exponate: Lokomotiven aus dem 18. Jahrhundert und edle Salonwagen der Maharadschas. Sie erzählt von den Strapazen beim Bau der Schienenwege und von der Kunst der Ingenieure, die steilen Strecken ins Gebirge zu trassieren.

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Auch wenn die Verantwortlichen an der Museumsdidaktik noch feilen könnten: Der Besuch lohnt.

Zurück zur  Apotheke Serum schlucken. Das Präparat sieht genauso aus wie das Deutsche, nur es schmeckt ekelhaft. Bei uns  spendiert die Pharmabranche wenigstens ein süßes Brausepulver als Neutralisator.

Abends wieder in (auf) eines der Dachrestaurants im Bazar. Gut gespeist Ein bisschen bummeln. So langsam freunde ich mit dem Trubel an.

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