Von Dubai nach Delhi
Drei Stunden Aufenthalt in Dubai. Keine Lust auf Frühstück (20 Euro an der Bude) oder Bier (15 Euro). Zum Gate und überlegt, ob ich umdrehen soll. Nehme dann doch den Platz in der 777 ein. Kaum Sitzabstand. Die Maschine transportiert in erster Linie keine langen und übergewichtigen Europäer sondern Asiaten, die am Golf arbeiten müssen. Unvorstellbare Mengen an Handgepäck finden trotz Kontrolle im Gate ihren Weg in den Flieger. Irgendein Depp, der vier Koffer im Fach über mir verstauen will, setzt sich auf meinen Minirucksack, um ihn zusammenzupressen. So schnell kann ich das Toben „My Display“ gar nicht anfangen. Laptop ok. Tolino auch, leider habe ich Blödel nicht auf die Kamera geschaut: Beim ersten Foto in Delhi funktioniert nichts. Display gesprungen. Laut Internet 119 Euro in Aschaffenburg.
Flug ok. Komisches Gefühl über den Iran und Pakistan zu fliegen. In Delhi zieht sich die Passkontrolle. Mit uns ist eine Maschine aus Afghanistan gekommen. Es dauert bei jedem Passagier gefühlte 15 Minuten und etwa 70 Leute harren vor mir. Hatte extra in Deutschland ein Visum beantragt, damit es schneller geht. Meine Schlange wird von drei Beamten bearbeitet, gegenüber bei Visa on Arrival sitzen zwanzig Beamte ohne Kunden. Mit einer Gruppe Chinesen versuchen wir es am anderen Ende der Halle. Da sitzt noch einer hinter dem Schild „Foreigner“. Kaum sind wir da, dreht er das „open“ um . Jetzt steht auf der Tafel „closed“. Also zurück. in den Pulk. Die Chinesen ignorieren stoisch die Aufforderung der Wartenden wieder ans Ende der Line zu gehen. Zum Glück bin ich mitten in der China-Meute.
Irgendwann kommt ein netter Mensch und lots uns zum Counter für Einheimische. Stempel, durchwinken. Keine Fingerabdrücke, keine Einreisekarte, keine Deklaration von Wertgegenständen. Da sind wir mal gespannt auf die Ausreise.

btf
Metro in die Stadt. Alle Vorplanungen auf Google Street view waren für die Katz. Tausende Autos, Rikschas, Mopeds, Tuk Tuk und was sonst noch versuchen sich an der einzigen Ausfahrt vom Bahnhofsgelände in eine völlig verstopfte Straße zu drängeln. Es ist Feierabendverkehr. Mit dem Tuk Tuk zu dem etwa 600 Meter entfernten Hotel zu knattern, hätte Stunden gedauert. Also mit zwei Rucksäcken bei 32 Grad 50 Stufen hoch zweihundert Meter auf dem Überweg über den Zentralbahnhof geradeaus, auf der Gegenseite runter in ein ohrenbetäubendes Chaos. Irgendwie schaffe ich es bis zum Hotel. Die Gegend ist ziemlich runtergekommen. Aber meine Herberge 1A. Begrüßt werde ich mit Obstsaft, Früchten und viel Wasser. Das Zimmer ist sauber, mit Safe. Duschen. Schlafen.
Spätabends dann in den benachbarten Basar, Chaos pur auf 1500 Meter, aber das Essen auf einer Dachterrasse vier Stockwerke über dem Verkehr ist sehr schmackhaft.

mde

sdr
Nur Bier ist hier teuer. Hauptgericht 2 Euro, Bier 2,5 Euro. Aber der Blick vom Dach ist ganz amüsant. Im Zimmer mit Ute noch ein wenig geskypt und acht Stunden durchgeschlafen.