Mittwoch, 14. Dezember 2016, Bangkok

p1060138Abreisetag. Und ich habe einen Virus gefangen. Statt noch einmal das exzellente Frühstück genießen, Weißbrot mit Marmelade. Bis zum Auschecken um 12 Uhr im Zimmer geblieben.

Dann hatte ich aber doch noch Lust auf eine Runde Zug. Mit der U-Bahn zu einem Vorortbahnhof gefahren zum Fotografieren.

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Dann noch mit dem Zug Richtung Bangkok Hauptbahnhof zurück. 5 Cent für die Fahrkarte. Vorbei an wartenden Fahrgästen

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Aber auch vorbei an Slums.

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Moderne Gebäude  und Armut Tür an Tür

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Thailand. Ein stabiles Land. Unruhen: Nicht vorstellbar. Doch.

Als ich bei meinem ersten Besuch von Malaysia nach Bangkok fuhr, buchte ich für 36 Euro ein ganzes Schlafwagenabteil. Während der 20 Stunden Fahrt wurde ich von den Schaffnern aufmerksam betreut. Kurz vor Bangkok hielt der Zug am Rande eines Slums. Hektisch wurden aus dem Packwagen Kartons und Kisten entladen. Ich konnte mir zunächst keinen Reim auf die Aktion machen, bis ich bemerkte, dass die Slumbewohner alle Eisenbahneruniformen trugen. Wahrscheinlich hat die Mannschaft Lebensmittel aus dem Süden mitgebracht.

Leute, die hart arbeiten, einen vermeintlich guten Job haben, können in Bangkok nicht von ihrer Hände Arbeit würdig leben. Am nächsten Abend hatte ich mich auf dem Rückweg zum Hotel verlaufen und war um 12 Uhr nachts mitten in einem Slum. Ich musste keine Sekunde Angst haben, denn mir war klar wer hier wohnte.

Ja und dann noch das Problem mit den Minderheiten. Auf der Fahrt vor sechs Jahren  wählte ich im Süden Thailands  die östliche Route, durch ein Gebiet, das die Muslime für Malaysia beanspruchen. Später erst habe ich von den Anschlägen hier gelesen. Ich war damals über meinen Zug erstaunt. Er erinnerte an die Bahn in  einem Wildwest-Film. In der Mitte ein Güterwaggon mit einem MG Nest auf jeder Seite. In den Personenwagen Soldaten mit MPs.

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Und alle Bahnhöfe mit Stacheldraht abgesperrt. Ich war alleine in der Holzklasse unter Duzenden verschleierten Frauen, die vom Markt kamen, und nach und nach ausstiegen. Irgendwann war ich für zwei Stationen mit den Soldaten alleine und dann stiegen die jungen Thais ein mit Tops und Spagetti-Trägern. Alle freuten sich. Aber: auch so ein Konflikt-Potential für Thailand.

Ja und ein Jahr später bin ich in  Richtung Norden durch das Hochwasser gefahren. In Bangkok rangierte der Zug quasi durch Industriegebiete im Zick-Zack über das einzig frei Gleis, um auf die Strecke nach Chang Mai zu kommen. Am Abend vorher zeigte das Fernsehen ein Fest auf dem Dach eines Luxus-Hotels. Die Elite feierte sich selbst und dass das Hochwasser einen Fingerbreit unter der Dammkrone blieb. Das Finanzzentrum war gerettet (aber nicht die vielen kleinen Werkstätten am Fluss, deren Besitzer alles verloren hatten). Am nächsten Tag konnte ich sehen warum. Mittelthailand war von Horizont zu Horizont geflutet worden. Auf dem Damm fuhr der Zug über hundert Kilometer wie durch ein Meer mit abgesoffenen Dörfern. Die Rettung der Reichen ging auf Kosten der Bauern. Auch so ein Konfliktpotential.

Nur im Norden Thailands im ehemaligen „Goldenen Dreieck“ scheint die Welt in Ordnung. Blitzblank. Schulen, Sportplätze, saubere Städte mit tollen Läden. Oder Besser: Drogengeld klug investiert. Jedenfalls überwintern hier die vielen Europäer und Amerikaner richtig gut.

Zurück zum heute
Endstation 2016 nach 18.000 Kilometer mit dem Vorortzug: Hauptbahnhof Bangkok.

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Letzte Fotos aus Bangkok

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Verkehr und…

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…Verehrung

 

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