Samstag, 3. Dezember Chengdu – Kunming

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Die paar Stunden in Chengdu waren echt zu knapp. Aber Hanau – Hanoi ist das Ziel. Gegen 16.30 Uhr zum Bahnhof. Pass, Ticket, Gepäckscann, Stempel, hoch in den ersten Stock. Auch in Chengdu hat die Station wie ein Airport zwei getrennte Bereiche: Arrival und Departure Eigentlich kann man trotz der vielen chinesischen Schriftzeichen nichts falsch machen, denn zum Glück schätzen sie auch im fernen Osten die arabischen Ziffern. Auf jedem Ticket prangt groß die Zugnummer. Die muss man sich merken und wie am Flughafen folgt man den Displays mit dieser Zahl bis ans Gate und wartet bis irgendeine nette Mitarbeiterin mit dem Check in beginnt. Und dann immer der Masse hinterher. Oben rechts steht auf der Fahrkarte noch der Wagen und die Platz- bzw die Bettnummer. Ja und wer dann doch keine Zahlen lesen kann. Von der Security bis zum Bahnsteig stehen alle zwanzig Meter nette Uniformierte, die das Ticket nochmal sehen wollen und nicken. An der Wagentür die gleiche Prozedur mit der Schaffnerin. Alles Idiotensicher.

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Bis Kunming sind es etwa 17 Stunden. K-Train, aber zum Glück Bett unten. In meinem Abteil zwei Mädels und ein Junge. Sie sind Mitglieder einer größeren Gruppe, alle so um die 18 bis 20 Jahre alt. Der Gruppenclown spricht einige Worte Englisch. Sie fahren in eine Stadt nördlich von Kunming zum Arbeiten. Auf dem Gang wird der Abschied von den Eltern mit ein paar Bier gefeiert, alles wie bei uns wenn die Kids losgelassen werden. Und die Muttis haben aus lauter Sorge, dass der Nachwuchs hungert, viel zu viel eingepackt. Also muss ich viele Plätzchen probieren und versichern, sie schmecken wunderbar. Irgendwann morgens um 5 Uhr räumt die Rasselbande schlaftrunken den Waggon. Mir bleiben noch vier Stunden der Ruhe.

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