Ein wenig Herzklopfen

Mühlheim. 4. Nov. 0.30 Uhr. Auf gehts.

p1030489Rückblick: Berlin, 31. Okt.  2016, 17.00 Uhr.  Abholen der Tickets bei der Bahnagentur Schöneberg.  Aber ohne Pass? Schwierig.

Auf gehts. Heute, Donnerstag, 3. November 2016, der erlösende Anruf. Das chinesische Visum ist gestempelt. Mein Pass ist wieder da. Naja, so eine Route von Hanau nach Hanoi mit Umsteigen in Lüneburg ist auch auch nicht unbedingt Routine für die Botschaft. Jedenfalls wenn auf den Fahrkarten immer nur Bus, Bahn und Schiff aufgedruckt ist,  Flieger Fehlanzeige. Und dann auch noch einer von Touristen wenig genutzten Route entlang der Seidenstraße.

Gefühlte 25 mal werde ich auf rund 10.000 Kilometer Wagen und Abteile wechseln. Manche Etappe dauert vier Tage, zusammengerollt im Sitz, im Liegewagen oder im Soft-Sleeper, gemeinsam mit vier Unbekannten. Auch eine Art von Selbsterfahrungstrip.

Ein wenig klopft mein Herz schon. Finnland, Russland, Uzbekistan, Kasachstan, China und Vietnam. Alleine. Oft werde ich nur meinen MP3 Player verstehen. Die Strecke sieht auf dem Globus verdammt weit aus. Aber es muß sein. 20 Jahre habe ich jeden Tag mindestens einmal von dem  Projekt geträumt. Jetzt wird es gelebt.

Songtext von Leonard Cohen – Suzanne

But that’s why you want to be there
And she feeds you tea and oranges
That come all the way from China
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